Material 01
Graspapier
Papier, in dem Wiese steckt: Grasfaser aus Heu, gemischt mit Frischfaser. Sichtbare Halmstücke, ein gelblich-grüner Naturton – und mit Weißunterdruck Platz für brillante Fotos.
- Ausführungen
- 6
- Grammaturen
- 90–320 g/m²
- Grasfaser
- 30–40 %
Die Graswelt · fünf Stationen
Vom Halm zum bedruckten Bogen.
Scrolle durch die Stationen. Hinter jedem Punkt findest du Hintergründe und Quellen.


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Station 01 / 05 · Wiese
Wiesengras
Der Rohstoff der Grasfaser ist getrocknetes Wiesengras – also Heu. Die Faser ersetzt im Papier einen Teil des Holzzellstoffs.
Für eine Tonne Grasfaserstoff nennt der Faserhersteller Creapaper rund 1,2 Tonnen Gras.
Wo genau das Heu für unsere Papiere herkommt, lassen wir uns gerade bestätigen – deshalb steht hier bewusst noch keine Herkunftsangabe.
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Station 02 / 05 · Halm
Vom Halm zur Faser
Das Heu wird zerkleinert und rein mechanisch zu Grasfaser aufbereitet, ohne chemischen Aufschluss – so beschreibt es der Faserhersteller.
Laut Creapaper braucht die Aufbereitung von einer Tonne Grasfaser rund 6 Liter Wasser und 112 kWh Energie. Für Holzzellstoff nennt der Hersteller zum Vergleich rund 6.000 Liter und 5.000 kWh.
Wichtig: Diese Werte gelten nur für die Herstellung des Faserstoffs – nicht für das fertige Papier, das zum größeren Teil aus Frischfaser besteht.
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Station 03 / 05 · Faser
Faser trifft Frischfaser
In der Papierfabrik wird die Grasfaser mit Zellstoff-Frischfaser gemischt. Unsere Graspapiere enthalten je nach Sorte 30 oder 40 % Grasfaser.
Eine Untersuchung der Forschungsstelle für Energiewirtschaft (FfE) mit Creapaper (2020) ergab: Ersetzt Grasfaser 30 % des Zellstoffs, sinken die energiebedingten CO₂-Emissionen der Papierherstellung um etwa 15 bis 23 %.
Betrachtet wurde nur die Energie in der Produktion (Scope 1 und 2). Anbau, Transport und Entsorgung sind darin nicht enthalten.
Quellen
- Forschungsstelle für Energiewirtschaft (FfE): Projektabschluss Grasfaser in der Papierindustrie, 11.12.2020 (öffnet in neuem Tab)
- Produktdaten der Druckerei (Papierkatalog)
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Station 04 / 05 · Bogen
Ein Bogen mit Charakter
Die Fasern bleiben sichtbar: kleine Halmstücke, ein gelblich-grüner Naturton, je nach Sorte offen und rau oder geschlossen und glatt. Sechs Grammaturen von 90 bis 320 g/m².
Offen und rau: 90 und 130 g/m². Geschlossen und glatt: 120, 200, 250 und 320 g/m². Die dunkleren Töne haben 120 und 250 g/m².
Im Papierkatalog siehst du jede Ausführung mit Druckbeispiel.
Quellen
- Produktdaten der Druckerei (Papierkatalog)
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Station 05 / 05 · Druck
Und dann: Farbe
Auf dem getönten Papier wirken Fotos ohne Vorbehandlung gedämpft. Mit Weißunterdruck bekommen die Bildflächen eine helle Grundlage – das unbedruckte Papier bleibt natürlich.
Druckfarben sind lasierend: Der Papierton scheint durch und mischt sich in jede Farbe. Eine deckende weiße Schicht unter dem Motiv schafft einen neutraleren Untergrund.
Wie das aussieht, zeigt der Vergleich weiter unten.
Illustrative Darstellung der Stationen, kein Produktionsschema. Zahlen mit Quelle und Geltungsbereich findest du jeweils unter „Hintergrund & Quellen“.
Ausführungen
Sechs Graspapiere.
Von 90 g/m² für Briefpapier und Broschüren-Innenseiten bis 320 g/m² für Karten und Verpackung. Tippe auf eine Ausführung für Druckbeispiel und Details.
- Graspapier 90 g/m² natürlich, offen, rau · 30 % Gras
- Graspapier 120 g/m² natürlich, geschlossen, glatt · 30 % Gras
- Graspapier 130 g/m² natürlich, offen, rau · 30 % Gras
- Graspapier 200 g/m² natürlich, geschlossen, glatt · 40 % Gras
- Graspapier 250 g/m² natürlich, geschlossen, glatt · 30 % Gras
- Graspapier 320 g/m² natürlich, geschlossen, glatt · 40 % Gras
Weißunterdruck auf Graspapier
Fotos, die nicht im Papierton versinken.
Links ohne, rechts mit Weißunterdruck – dasselbe Motiv auf Graspapier 120 g/m². Achte auf den Schnee und den Himmel: Mit weißer Grundlage werden helle Stellen klarer und Blau wirkt sauberer. Wie das Verfahren funktioniert
Bildschirmdarstellung: Farben am Monitor weichen vom gedruckten Ergebnis ab. Vergleichsbilder aus dem Bestand der Druckerei – gleiche Papierausführung, gleicher Ausschnitt, für diese Website nicht farblich bearbeitet. Das unbedruckte Papier behält in beiden Fällen seinen natürlichen Ton.
Bildschirmdarstellung: Farben am Monitor weichen vom gedruckten Ergebnis ab. Beim Silphie-Muster ist in der Version mit Weiß zusätzlich die Schrift weiß gedruckt. Auch unbedruckte Stellen wirken dort etwas heller – ein Unterschied zwischen den beiden Aufnahmen, nicht eine Wirkung des Weißunterdrucks. Vergleichsbilder aus dem Bestand der Druckerei, für diese Website nicht farblich bearbeitet.
Gedruckt auf Graspapier
Was daraus werden kann.
Visitenkarten, Flyer in vielen Falzarten, Broschüren, Briefpapier, Banderolen – Papier und Produkt wählst du im Shop unabhängig voneinander.



Was ist Graspapier?
Graspapier ist Papier, bei dem ein Teil des Holzzellstoffs durch Grasfaser ersetzt ist. Der Rohstoff ist getrocknetes Wiesengras, also Heu. In der Papierfabrik wird die Grasfaser mit Zellstoff-Frischfaser gemischt.
Wie viel Grasfaser steckt in eurem Graspapier?
Je nach Sorte 30 oder 40 % Grasfaser, der Rest ist Frischfaser. Die Grasfaser stammt vom Faserhersteller Creapaper GmbH. Die Anteile je Ausführung findest du im Papierkatalog.
Welche Grammaturen gibt es?
Sechs Ausführungen: 90, 120, 130, 200, 250 und 320 g/m².
Wie sieht Graspapier aus?
Die Fasern bleiben sichtbar: kleine Halmstücke und ein gelblich-grüner Naturton. Je nach Sorte ist die Oberfläche offen und rau oder geschlossen und glatt.
Kann man auf Graspapier Fotos drucken?
Ja. Ohne Vorbehandlung wirken Fotos auf dem getönten Papier gedämpft, weil der Naturton durch die Druckfarben scheint. Mit Weißunterdruck bekommen die Bildflächen eine helle Grundlage, das unbedruckte Papier bleibt natürlich.
Kann ich das Papier vorher anfassen?
Ja, über das Musterset (öffnet in neuem Tab) im Shop. Nach Absprache kannst du auch bei uns in der Kernerstraße 5 in Stuttgart vorbeikommen.

